Wetterhahn

Viele Themen, die die Landeskirche umtreiben,

lassen den Wetterhahn nicht ungerührt.

Lautstark und mutig kräht er seine Meinung

ins Ländle hinaus.

Coitus interruptus

 

 

1000 mal berührt – 1000 mal ist nix passiert, 1000 und 1 Nacht und es hat soummm gemacht…so die Beobachtung der Kirchenpflegervereinigung. Wie oft hatte man Herzblut (übers.: Ideen, Zeit) in diese Sache fließen lassen und nun...

...wer hätte das gedacht, dass diese beiden so einträchtig beieinander sind. Nein, es war nicht Liebe auch den ersten Blick. Es war eher ein sich Umschleichen, ein Abwägen, eine Kosten-Nutzenrechnung. Dabei gab es nie einen Heiratsantrag. Sondern lediglich unverhofftes Einvernehmen – vernunftorientiert zwischen Effizienz und Effektivität. Die Beiden merkten auf einmal: Ja, wir könnten Großes zu Stande bringen, wenn wir uns einig wären.

Synnie* und Laki** warfen sich ins Zeug. Man überließ nichts dem Zufall. Geld wurde in die Hand genommen, eine Stelle geschaffen, Workshops, Diskussionsforen, ein Blog wurden eingerichtet. Alle erdenklich durch das freudige Ereignis Betroffenen, wurden umgarnt, eingebunden in die Schöpfungsphase für die Neuschöpfung. Der reitende Bote zog durch´s Ländle, um durch Charme und Überredungskunst die Untertanen von der Einzigartigkeit des zu erwartenden Resultats zu überzeugen.

Ei- und Samenzellen in einer Petrischale gleich, wuselte alles durcheinander und schien doch auf ein Ziel zuzustreben: Schmaler Kopf/starke Mitte. Nun galt es nur noch die Chromosomen verschmelzen zu lassen.

Synnie und Laki überboten sich in Liebesgaben. Treueschwüre gingen hin und her. Jetzt, jetzt, jetzt...

LaKi muss da allerdings etwas missverstanden haben, denn gerade, als das vorletzte „Jetzt“ ausgehaucht war, machte Synnie abrupt den Rückzieher (med.: siehe Überschrift). Irritationen von außen an sie herangetragen ließen ihre Libido verpuffen.

Synnie dreht LaKi in dieser Sache den Rücken zu und ist raus aus dem Ding! Soummm...

Laki und alle Beteiligten in der kirchlichen Verwaltung können es nicht fassen. Dabei hätte man schon einen Namen für das Prachtexemplar gehabt: „Strukturwandel in der Kirche“.

„Jetzt“ (das letzte von den Dreien) reden LaKi und Synnie über andere wichtige Dinge als dem beinahe geschaffenen Sturkturwandel in der Kirche. Ist das auch gut so?

Wen kümmert´s? Es werden wieder Jahre vergehen, Chancen ungenutzt bleiben…. und wenn sie nicht gestorben sind...hangeln die Kirchenpfleger/innen im Wirrwarr zwischen den Verwaltungsseilen.

Je ne regrette rien!***
Euer Wetterhahn

 

*    Synode

**  Landeskirche

***Ich bereue nichts!