Wetterhahn

Viele Themen, die die Landeskirche umtreiben,

lassen den Wetterhahn nicht ungerührt.

Lautstark und mutig kräht er seine Meinung

ins Ländle hinaus.

Vereinsnachrichten

 

 

Witz: Der Papst ist gestorben und klopft an der Himmelstür. Petrus fragt nach seinem Begehr. „Ich bin der Papst und will in den Himmel!“ Petrus kennt niemand namens Papst. Der Papst wirft sich in die Brust:„Ich bin der Stellvertreter Christi auf Erden.“ Petrus bleibt skeptisch, beschließt jedoch, sicherheitshalber Jesus zu fragen. Dieser ist höchst erstaunt. Er kennt auch keinen Papst – noch viel weniger einen Stellvertreter. Doch er wären nicht Jesus, wenn er sich nicht persönlich um das Problem kümmern würde. Er hat eine längere Unterredung mit dem Bittsteller. Gott ist inzwischen auch informiert und bittet um Rücksprache. Jesus kommt lachend vor ihn und sagt: „Stell dir vor, Vater, der Angelverein, den ich vor 2000 Jahren gegründet habe, den gibt es tatsächlich noch!“

 

Tja, noch gibt es ihn. Doch seine Mitglieder schleichen sich, wodurch die Mitgliedsbeiträge zurückgehen. Gleichzeitig machen immer Weniger den Angelschein, so dass der Vereinsbetrieb seinen Statuten – Menschenfischen - nicht mehr gerecht werden kann.

Dass das Fischen nicht mehr so klappen will, kann auch am Köder liegen. Schwarz-Weiß ist passé, vielleicht wäre etwas bunter erfolgreicher. 

 

Es gibt Nebenschauplätze: Im Strukturwandel sucht man sein Heil, in der Reduzierung der Angler ebenso. Das ist etwas befremdlich, denn man hat Geld: Das Vereinsheim auf der Gänsheide wird saniert, renoviert, abgerissen, neu gebaut. Man lässt nichts unversucht, das Klassenziel zu erreichen: In Schönheit sterben. Jetzt gibt es Viererzimmer mit Zweiersofas – dazwischen ein Tischchen für morgens Brezel und nachmittags Kekse. Das ist praktisch. So können sich z.B. die vier Evangelisten unter acht Augen darüber unterhalten, was schief gelaufen ist mit ihren Vereinsgrundsätzen. Merke aber: Wo keine Mitglieder mehr sind, braucht es auch kein Vereinsheim mehr.

 

Der Strukturwandel ist schwierig.  Wie sollen künftig die Fischereirechte verteilt werden? Wer macht den Vorstand, wer den Kassier? Wer schaut im Revier nach dem Rechten? Wer macht sich die Stiefel dreckig und wer darf den Hecht angeln? Diese Scharmützel bringen überhaupt nichts im Blick auf die Mitgliederpflege und -werbung. 

Im wirklichen Anglerleben kümmert man sich zuerst um die Brut und den Nachwuchs damit der Fortbestand gesichert ist.

 

Also: Werft die Angel mit der einzigartigen Botschaft einmal auf der anderen Seite aus – dort, wo die Menschen sind.

 

Dazu wünsche ich euch „Petri Heil“

 

Es grüßt euch euer

 

Wetterhahn